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KW 5 Gartenkalender

Verjüngung von Laubgehölzhecken
Wenn Sie bei frostfreiem Wetter eine sommergrüne Laubgehölzhecke deutlich verjüngen wollen, sollte der Rückschnitt je nach Art bis ins alte Holz erfolgen. Alle Seitentriebe sind auf zwei bis drei Augen zu kürzen. In der Regel werden aber sommergrüne Hecken erst Ende Juni und /oder Ende August geschnitten. Außerdem muss bei Ahornhecken damit gerechnet werden, dass sie bereits in diesem Monat nach Rückschnitt stark „bluten“ können.

Wildverbiss
Achten Sie gerade bei geschlossener Schneedecke auf Wildverbiss! Legen Sie bei Bedarf Schnittholz von Obstgehölzen zur Ablenkung aus.

Schneeglöckchen
Der Februar ist der Schneeglöckchenmonat! Achten Sie doch mal darauf, welche Arten man Ihnen im Herbst verkauft hat. Das Bild auf der Packung zeigt meistens das heimische Schneeglöckchen, in der Packung befinden sich aber oft andere Arten. Neben dem heimischen (oder besser: eingebürgerten) Kleinen Schneeglöckchen (Galanthus nivalis ) werden im Handel das Großblütige Schneeglöckchen (Galanthus elwesii ) aus dem Taurusgebirge und Galanthus ikariae aus Georgien bzw. der NO-Türkei mit ganz unterschiedlichen Standortansprüchen angeboten. Siehe dazu auch www.pg-digitalis/geophyten.

Frühkartoffeln vorkeimen
Legen Sie das Pflanzgut für Frühkartoffeln in Kisten mit Komposterde oder leicht feuchtem Torf, um die Knollen vorzukeimen. Sehr niedrige Temperaturen werden dafür benötigt.

Mäuse an Zuckerhut
Falls im Garten noch Zuckerhut steht, sollten Sie auf Mäusefraß achten. Die Salatpflanzen sind für die Nager eine Delikatesse. Sie fressen vom Wurzelansatz über den Strunk und höhlen die kegelförmig spitz zulaufenden Köpfe von unten her aus. Übrigens: Gegen Mäuse haben sich Fallen am besten bewährt.

Neuseeländer Spinat
Bereichern Sie die Gemüsepalette doch einmal durch den Anbau von Neuseeländer Spinat. Das Eisenkrautgewächs lässt sich wie Gartenspinat zubereiten. Legen Sie die großen Samenkörner vor der Aussaat 24 Stunden in lauwarmes Wasser und stellen Sie die Pflanzgefäße bis zum Auspflanztermin im Mai an einen warmen Ort.

Gemüsezwiebeln stecken
Bei offenem Boden können Ende des Monats Steckzwiebeln, Schalotten und Perlzwiebeln gesteckt werden. Knoblauch kann ebenfalls gesteckt werden, jedoch ist der Spätsommer dafür günstiger. Die jetzt gepflanzten Knollen bleiben kleiner.

Hügelbeete
Der Februar ist noch ideal zur Anlage eines Hügelbeetes im Gemüsegarten. Es bietet viel Raum, um groben Astschnitt unterzubringen. Die Mauern des Hochbeetes können aus Trockenmauersteinen, alten Klinkern, Rundhölzern oder Balken bestehen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Gemüselagerung
Zu warme Lagerung kann bei einigen Gemüsen zu einer Umwandlung von Nitrat in gesundheitsschädliches Nitrit führen. Kühle Lagerung bei ausreichender Sauerstoffversorgung fördert dagegen den Nitratabbau.

Gehölzrinde schützen
Das Weißeln von Obstbäumen stellt einen Schutz der Stämme vor Frostrissen dar. Vor allem bei Jungbäumen, insbesondere bis zum kritischen 5. Standjahr, sollten jährlich bereits im Oktober vor dem Frost die Stämme bis in die ersten Verzweigungen geweißelt werden. Ist ein Kalkanstrich bereits erfolgt, sollte dieser jetzt erneuert werden.

Brombeeren schützen
Brombeeren sind durch Fröste stark gefährdet. In kritischen Lagen können Sie die Ruten empfindlicher Sorten durch Strohabdeckung schützen. Nehmen Sie dazu die einjährigen Jungruten vom Drahtrahmen ab, um sie längs der Brombeerreihe abzulegen und 20 cm hoch dicht mit Stroh zu bedecken.

Winterschnitt
Befallene Äste mit Krebs und Feuerbrand sollten sofort entfernt werden.

Winterschnitt bei Johannisbeersträuchern
Beachten Sie die Sortenansprüche: Die optimale Länge der Seitentriebe beträgt 5 bis 15 cm bei Sorten wie ‚Jonkheer van Tets' oder ‚Red Lake', 20 bis 40 cm bei Sorten wie ‚Rovada' oder ‚Rotet' und den Stachelbeersträuchern.

Fruchtmumien entfernen
Die letzten von Monilia befallenen "Fruchtmumien" von Zwetschge, Apfel oder Birne sollten noch aus dem Garten entfernt werden, bevor im Frühjahr die jungen Früchte angesteckt werden.

Reparaturarbeiten
Nutzen Sie die Zeit vor den ersten Saat- und Pflanzterminen, um Schadstellen am Frühbeet oder Kleingewächshaus auszubessern. Wenn Pfähle oder Seitenwände bei Holzkästen ersetzt werden müssen, sollten Sie statt Fichten- besser Kiefernholz verwenden, da es harzreicher ist.

Sämereien überprüfen
Der Monat Februar kann auch dazu genutzt werden, um zu überprüfen, ob alle für die Frühjahrssaat erforderlichen Sämereien vorhanden sind; fehlendes Saatgut wird jetzt angeschafft, denn im Frühjahr gibt es viele Dinge auf einmal zu tun.

Bodenuntersuchung
Bei der Bodenuntersuchung werden pflanzenverfügbare Nährstoffe und die Bodenreaktion (pH-Wert) sowie eventuell auch der Humusgehalt bestimmt, um daraus den Bedarf an Nährstoffen bzw. Düngemitteln ableiten zu können. Alle drei bis vier Jahre sollte die Bodenuntersuchung im Garten wiederholt werden, um die Veränderung des Nährstoffgehaltes im Boden zu beobachten. Von der zu untersuchenden Fläche sticht man an etwa 15 Stellen mit einem Spaten oder einem speziellen Bodenproben-Bohrstock ein, und zwar bis auf eine Tiefe von etwa 25 cm. Von jedem Einstich wird ein Streifen Boden abgeschabt und in ein Gefäß gegeben. Von der Mischprobe füllt man gut 250 g in eine gut beschriftete Plastiktüte und sendet sie an ein Bodenlabor.